Klinik und Poliklinik für Gastroenterologie und Rheumatologie
 Universitätsmedizin Leipzig

Gastroenterologisch-onkologische Spezialsprechstunde

Allgemeine Informationen
Therapien für Gastrointestinale Tumoren

Allgemeine Informationen

In der Gastroenterologischen Ambulanz der Klinik für Innere Medizin werden Patienten mit Tumoren des Magen-Darm-Trakts, der Leber, der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse behandelt. Diagnostik und Therapie werden in Abstimmung mit anderen Abteilungen wie Chirurgische Klinik, Klinik für Diagnostische Radiologie und Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie vorgenommen.

Zahlreiche Tumoren des Magen-Darm-Trakts werden nach wie vor in fortgeschrittenen Stadien entdeckt, so daß eine Heilung durch eine Operation häufig nicht mehr möglich ist. Internistische Therapien wie die Schmerztherapie, die Ernährung sowie spezielle Therapien wie endoskopische Eingriffe zur Sicherung des Gallenabflusses oder der Nahrungspassage stehen im Vordergrund.

Einen weiteren, wichtigen Stellenwert bei fortgeschrittenen Tumoren hat die Chemotherapie. Diese wird mit nachgewiesenem Erfolg bei Tumoren des Dickdarms und des Magens, die in andere Organe gestreut haben, angewandt. Auch beim Bauchspeicheldrüsenkrebs hat die Chemotherapie wahrscheinlich eine lebensverlängernde Wirkung. Weiterhin werden bei einem Teil der Patienten die tumorbedingten Symptome wie Schmerzen oder Gewichtsverlust gebessert. Relativ wenig Wirkung hat die Chemotherapie bisher bei Tumoren, die von der Leber oder den Gallenwegen ausgehen. Bei Leberkrebsen scheint eine Hormontherapie mit einer Lebensverlängerung einherzugehen. Kleine Lebertumoren können gegebenfalls auch lokal durch Einbringen von absolutem Alkohol in den Tumor effektiv behandelt werden. Die Hormontherapie ist weiterhin Standard zur Therapie sogenannter neuroendokriner Tumoren. Patienten mit einem bösartigen Tumor des Magen-Darm-Trakts sollten vorzugsweise im Rahmen von klinischen Studien behandelt werden. Nur durch solche Studien läßt sich die bisher unzureichende Therapie allmählich verbessern. Patienten, die an solchen Studien teilnehmen, haben gegebenfalls die Chance mit neuen, wirksameren Medikamenten behandelt zu werden.

Therapien für Gastrointestinale Tumoren

  • Endoskopische Stenteinlage zur Sicherung der Nahrungspassage
  • Endoskopische Mukosaresektion und Photodynamische Therapie bei oberflächlichenTumoren
  • Präoperative und palliative Radiochemotherapie (mit Klinik für Strahlentherapie u. Radioonkologie)
  • Chemotherapie

Magenkrebs

  • Endoskopische Mukosaresektion bei oberflächlichen Tumoren
  • Chemotherapie als Erst-und Zweitlinientherapie (z.T. in Studien)

Dickdarmkrebs

  • Chemotherapie (nach Operation, palliativ als Erst- und Zweitlinientherapie)

Leberkrebs

  • Injektion von absolutem Alkohol/Essigsäure
  • Hormontherapie

Bauchspeicheldrüsenkrebs

  • Chemotherapie (Studien)

Tumoren der Gallenwege

  • Endoskopisch-photodynamische Therapie (in Studien)
  • Chemotherapie (z.T. in Studien)

Neuroendokrine Tumoren

  • Hormontherapie
  • Chemotherapie

 
Letzte Änderung: 26.04.2011, 16:00 Uhr
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